Intel nimmt die Produktion eines fortschrittlichen Chip-Knotens auf, um sich einen Großauftrag von Apple für die Fertigung mobiler Komponenten zu sichern

Aditya Raghunath4 Minuten gelesen
Rezensiert von: Thomas Richmond
Zuletzt aktualisiert Jun 17, 2026

Wichtige Kennzahlen zur Intel-Aktie

  • Kursentwicklung der Intel-Aktie: -8 %
  • Aktienkurs von $INTC am 16. Juni: 117 $
  • 52-Wochen-Hoch: 133 $
  • Kursziel für die $INTC-Aktie: 93 $

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Was ist passiert?

Die Intel-Aktie (INTC) steht im Fokus, nachdem das Unternehmen auf dem VLSI-Symposium in Hawaii bekannt gegeben hat, dass es mit der Produktion seines fortschrittlichsten Chip-Prozesses namens 18A-P begonnen hat.

Intel versucht seit Jahren, sein Foundry-Geschäft nach zahlreichen Rückschlägen in der Fertigung wieder aufzubauen.

Der 18A-P-Knoten befindet sich nun in der „Risikoproduktion“ – einer frühen Phase, in der erste Daten darauf hindeuten, dass er die Kundenanforderungen erfüllen wird, sobald er vollständig qualifiziert ist.

Im Vergleich zu seinem Vorgänger 18A bietet der neue Knoten eine um 9 % höhere Leistung oder verbraucht 18 % weniger Strom. Außerdem ist er mindestens 20 % hitzebeständiger und vollständig kompatibel mit bestehenden 18A-Anlagen.

Der am meisten beachtete potenzielle Kunde ist Apple. Die Intel-Aktie legte im Mai um fast 14 % zu, nachdem Berichte über eine vorläufige Vereinbarung zur Herstellung von Apple-Chips bekannt wurden.

Analysten zufolge wartet Apple wahrscheinlich gezielt auf den 18A-P, bevor es sich festlegt.

Der Haken daran ist, dass Apple seine Chips auf Basis der Arm-Architektur entwickelt – etwas, das Intel bisher noch nicht hergestellt hat. Das bleibt eine Hürde.

INTC-Aktie: Umsatz-, EBIT- und Free-Cashflow-Schätzungen in Milliarden USD (TIKR)

Es gibt jedoch noch eine weitere Chance, die sich schneller ergeben könnte. Intels fortschrittliche Verpackungstechnologie stößt bereits auf großes Interesse. TSMC sieht sich mit Engpässen bei der Verpackung konfrontiert, was Analysten zufolge Intel eine kurzfristige Chance eröffnet.

Intels Auftragsbestand im Bereich fortschrittlicher Verpackungstechnologien wächst, und das Management rechnet mit einer Nachfrage in Milliardenhöhe pro Jahr – weitaus mehr als ursprünglich erwartet.

Intel-CEO Lip-Bu Tan erklärte gegenüber Investoren, er rechne damit, dass ab der zweiten Hälfte des Jahres 2026 erste verbindliche Aufträge von Foundry-Kunden eingehen werden.

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Was uns der Markt über die Intel-Aktie verrät

Die Intel-Aktie hat eine bemerkenswerte Entwicklung hingelegt und ist seit Jahresbeginn um fast 200 % gestiegen.

Diese Dynamik spiegelt eine echte operative Trendwende wider. Der Umsatz im ersten Quartal übertraf die Prognosen um 1,4 Milliarden Dollar. Die Ausbeuten bei 18A verbessern sich schneller als die internen Ziele.

Die US-Regierung hat im vergangenen Jahr eine Beteiligung von 10 % erworben, und Nvidia investierte kurz darauf 5 Milliarden US-Dollar.

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Bei der Intel-Aktie geht es nun darum, ob das Unternehmen diese Dynamik in große Foundry-Aufträge ummünzen kann. Der Apple-Deal wäre bahnbrechend. Doch auch ohne ihn sorgen die Nachfrage nach Verpackungslösungen und das Wachstum bei Server-CPUs für echte kurzfristige Rückenwind für Intel.

Das Risiko liegt in der Umsetzung. Die Ausbeuten müssen auf hohem Niveau bleiben, und die Herstellung von ARM-basierten Chips ist Neuland.

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