Wichtige Kennzahlen für die Aktie von AbbVie
- Kursänderung der AbbVie-Aktie in den letzten 6 Monaten: 17%
- $ABBV Aktienkurs per 11. Sep.: $257
- 52-Wochen-Hoch: $267
- Kursziel für die $ABBV Aktie: $277
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Was ist passiert?
Die Aktie von AbbVie (ABBV) notierte heute höher, nachdem das Management auf der Wells Fargo 21st Annual Healthcare Conference eine detaillierte Wachstumsstory präsentierte.
Die Führungskräfte nutzten die Sitzung, um den Anlegern zu erläutern, wo das Unternehmen steht, nachdem es den Patentabsturz von HUMIRA hinter sich gelassen hat, und die Botschaft war klar: Die AbbVie-Aktie hat noch reichlich Spielraum (Runway).
Das größte Thema war die Immunologie. SKYRIZI und RINVOQ verzeichnen nun ihr achtes Wachstumsjahr in Folge, und das Management sagte, beide Medikamente hätten noch echtes Potenzial, weitere Marktanteile zu gewinnen.
Chief Commercial Officer Jeff Stewart erklärte, dass der Wettbewerb im Bereich der entzündlichen Darmerkrankungen (IBD) sich genau so entwickelt habe, wie AbbVie es erwartet hatte: Konkurrierende IL-23-Medikamente hätten zwar etwas Marktanteil gewonnen, aber die gesamte Kategorie wachse so schnell, dass AbbVie ebenfalls weiterhin gewinne.
Mehrere kurzfristige Katalysatoren sind in Sicht.
Eine subkutane Induktionsoption für SKYRIZI bei Morbus Crohn soll noch in diesem Herbst die FDA-Zulassung erhalten, und das Management bezeichnete die zugrundeliegenden Studiendaten als "außergewöhnlich" und sagte, sie übertreffen sogar die eigene IV-Version von AbbVie in puncto Wirksamkeit.
Kombinationsstudien, die SKYRIZI mit einem neuen Alpha-4-Beta-7-Antikörper paarten, zeigten eine Verdoppelung der Remissionsraten im Vergleich zu SKYRIZI allein – ein wichtiger Punkt für ein Unternehmen, das ein milliardenschweres Franchise verteidigen will.
Auch Daten aus Studien zu Hidradenitis suppurativa für Lutikizumab und RINVOQ werden noch in diesem Jahr erwartet.
In finanzieller Hinsicht war AbbVie aggressiv, aber diszipliniert.
Das Unternehmen hat in den letzten Jahren etwa 20 Milliarden Dollar für Akquisitionen ausgegeben, davon rund 10 Milliarden Dollar für kleinere, frühere Deals, und gleichzeitig die jährlichen F&E-Ausgaben seit 2022 um 3,5 Milliarden Dollar auf fast 10 Milliarden Dollar pro Jahr erhöht.
CFO Scott Reents betonte, dass AbbVie nicht verzweifelt nach Deals suche. "Wir haben eine starke Bilanz. Wir haben die finanzielle Kapazität, eine Reihe von Dingen zu tun", sagte er und fügte hinzu, das Unternehmen habe "Wachstum bis weit ins nächste Jahrzehnt hinein".
Bemerkenswert ist, dass AbbVie erst 2030 mit dem nächsten großen Patentablauf konfrontiert ist, wenn VRAYLAR den Exklusivschutz verliert.

Auch die Onkologie erhielt echte Aufmerksamkeit.
AbbVie hob Etentamig hervor, eine BCMA-zielgerichtete Therapie für multiples Myelom, bei der die Studienergebnisse so stark waren, dass unabhängige Prüfer nach nur 11 Monaten die vorzeitige Beendigung der Studie beantragten.
Das Unternehmen sagt, das Medikament erfordere nur 13 Injektionen pro Jahr, verglichen mit bis zu 54 bei einigen konkurrierenden Behandlungen – ein echter Komfortvorteil für Patienten und Ärzte gleichermaßen.
In den Neurowissenschaften verwies AbbVie auf Bretisilocin, eine psychedelikagestützte Depressionsbehandlung mit einer etwa zweistündigen Behandlungssitzung – deutlich kürzer als bei einigen Konkurrenten, die über sechs Stunden dauern.
Was der Markt uns über die AbbVie-Aktie sagt
Der bescheidene Kursgewinn der AbbVie-Aktie heute deutet darauf hin, dass Anleger auf den selbstbewussten Ton des Managements und die stetigen Pipeline-Updates positiv reagieren.
Nichts davon ist ein einzelner dramatischer Katalysator; es ist eher so, dass AbbVie weiterhin Punkte abhakt: starke Quartalsergebnisse, die die Erwartungen übertreffen, erweiterte Indikationen für Medikamente und eine Bilanz, die ihm Optionen statt Druck gibt.

Für ein Unternehmen, von dem erwartet wurde, nach dem Verlust der Exklusivrechte für HUMIRA zu kämpfen, scheint der Markt den Beweis zu belohnen, dass seine Diversifizierungsstrategie funktioniert.
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