Wichtige Kennzahlen zur Lam Research-Aktie
- Tageskursentwicklung: -9 %
- 52-Wochen-Spanne: 91 bis 410 US-Dollar
- Zielkurs nach Bewertungsmodell: rund 330 $
- Impliziertes Abwärtspotenzial: ca. 10 %
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Was ist passiert?
Die Lam Research-Aktie Die Aktie von Lam Research fiel heute um etwa 9 % und schloss bei knapp 371 $ pro Aktie, da Anleger nach einer starken Rallye AI-bezogene Halbleiterausrüstungsaktien verkauften. Der Rückgang erfolgte, nachdem die Aktie zuletzt nahe ihrem 52-Wochen-Hoch von etwa 410 $ gehandelt worden war, was sie anfälliger für Gewinnmitnahmen machte, sobald sich der breitere Chip-Handel abschwächte.
Die Aktie gab nach, da Anleger sich aus Halbleiterausrüstungswerten mit hohen Kurs-Gewinn-Verhältnissen zurückzogen, nachdem diese im Zuge der Ausgaben für KI-Infrastruktur und der Nachfrage nach Speicherchips einen rasanten Anstieg verzeichnet hatten. Lam hatte sich parallel zu Branchenkollegen wie Applied Materials, KLA, ASML und Tokyo Electron erholt, da Anleger eine stärkere Nachfrage nach Waferfabrik-Ausrüstung einpreisten, doch die heutige Entwicklung zeigte, dass Anleger Risiken abbauten, obwohl die Nachfrageaussichten des Unternehmens weiterhin stark waren.
Jüngste Unternehmensaussagen deuteten weiterhin auf ein starkes operatives Umfeld hin. Auf der „Bank of America 2026 Global Technology Conference “ in dieser Woche erklärte Finanzvorstand Douglas Bettinger, Lam habe seine Prognose für den Markt für Waferfabrik-Ausrüstung für dieses Jahr von 135 Milliarden US-Dollar auf etwa 140 Milliarden US-Dollar angehoben, mit„einer Tendenz zu einem leichten Aufwärtspotenzial“, da Engpässe bei Reinräumen, die Nachfrage nach Speicherchips, fortschrittliche Foundry-Technologien und fortschrittliche Verpackungstechnologien das Angebot weiterhin verknappten.
Auch die Einschätzungen der Analysten blieben trotz des Ausverkaufs weiterhin positiv. Citi hob kürzlich das Kursziel für Lam Research von 315 auf 450 US-Dollar an, während gleichzeitig das Ziel für Applied Materialsvon 550 auf 710 US-Dollar und das für KLA von etwa 205 auf 290 US-Dollar angehoben wurde, was zeigt, dass sich der Optimismus der Wall Street auf die gesamte Gruppe der Chipaustatter erstreckt. Auch die jüngsten Quartalsergebnisse von Lam stützten die optimistische Einschätzung: Der Umsatz belief sich auf 5,84 Milliarden US-Dollar, der Non-GAAP -Gewinn pro Aktie lag bei 1,47 US-Dollar und das Umsatzwachstum betrug im Jahresvergleich rund 24 %. Die hohe Bewertung der Aktie machte sie jedoch anfällig, sobald sich der allgemeine Chip-Handel abschwächte.

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Ist Lam Research überbewertet?
Unter den Bewertungsannahmen wird die Aktie anhand folgender Kennzahlen modelliert:
- Umsatzwachstum (CAGR): rund 20 %
- Operative Margen: rund 34 %
- KGV zum Ausstieg: 35x
Lam Research verfügt nach wie vor über eine starke Geschäftsbasis, doch die Aktie erscheint auf dem aktuellen Niveau überbewertet, da das im Modell ermittelte Kursziel von rund 330 US-Dollar unter dem aktuellen Aktienkurs von knapp 371 US-Dollar liegt, was ein Abwärtspotenzial von etwa 10 % impliziert.
Der entscheidende Wachstumsmotor ist die Frage, ob die Nachfrage nach AI-bezogenen Waferfabrik-Anlagen stark genug bleiben kann, um die hohen Erwartungen an die Aktie zu stützen. Waferfabrik-Anlagen sind die Maschinen, mit denen Chiphersteller Halbleiter herstellen, und Lam spielt eine besonders wichtige Rolle bei den Schritten Ätzen und Abscheiden, mit denen winzige Chipstrukturen geformt und aufgebaut werden.

Die Chancen für Lam Research nehmen zu, da Speicher mit hoher Bandbreite, fortschrittliche Verpackungstechniken, Gate-All-Around-Chips und NAND-Upgrades allesamt komplexere 3D-Chipstrukturen erfordern. Das ist von Bedeutung, da eine verstärkte 3D-Fertigung in der Regel die Nachfrage nach Lams Anlagen steigert; das Management gab an, dass der adressierbare Marktanteil des Unternehmens bei Wafer-Fertigungsanlagen bereits von einem niedrigen 30-Prozent-Bereich in den mittleren 30-Prozent-Bereich gestiegen ist und im Laufe der Zeit in Richtung des hohen 30-Prozent-Bereichs tendiert.
Auch das Wettbewerbsumfeld spielt eine Rolle, da Applied Materials, KLA, ASML und Tokyo Electron vom selben Ausrüstungszyklus für KI-Chips profitieren. Lams Vorteil liegt in seiner Ausrichtung auf Ätz- und Abscheidungsverfahren, während KLA stärker mit Prozesssteuerung und Inspektion verbunden ist und ASML den Bereich der Lithografie dominiert. Daher hängt das Aufwärtspotenzial von Lam davon ab, ob die Komplexität von 3D-Chips seinen Anteil an den Ausrüstungsausgaben weiter steigert.
Auf dem aktuellen Niveau erscheint Lam Research eher fair bewertet bis überbewertet als stark unterbewertet, wobei zukünftige Renditen wahrscheinlich eher von der Umsetzung der Nachfrage nach AI-Chip-Ausrüstung, den Ausgaben für Speicherchips und der Beständigkeit der Margen getrieben werden als von einer weiteren deutlichen Bewertungserweiterung.
Wie viel Aufwärtspotenzial hat die LRCX-Aktie von hier aus?
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