Goldman Sachs verzeichnet ein Quartal mit 18,7 Milliarden Dollar, da die Umsätze im Aktiengeschäft um 72 % steigen

Rexielyn Diaz • 5 Minuten gelesen
Rezensiert von: David Hanson
Zuletzt aktualisiert Oct 23, 2026

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Die wichtigsten Punkte

  • Goldman Sachs erzielte einen Gewinn pro Aktie von $17,01 bei einem Umsatz von $18,7 Milliarden – das zweitbeste Quartalsergebnis aller Zeiten und deutlich über den Konsensschätzungen.
  • Die Beratungshonorare erreichten mit $1,65 Milliarden einen Rekordwert, während Management- und sonstige Gebühren mit $3,6 Milliarden ebenfalls einen Rekord aufstellten.
  • Die Aktie ist dennoch in drei Monaten um 18,4 % gefallen und notiert etwa 23 % unter ihrem 52-Wochen-Hoch.
  • Die Neos-Übernahme, ein möglicher Anthropic-Börsengang und die Nachfolgeplanung für den CEO werden die nächsten Schritte prägen.

Rekorde lassen Aktien normalerweise steigen. Bei Goldman Sachs (GS) verpuffen sie derzeit fast wirkungslos.

Die Bank meldete für das dritte Quartal einen Umsatz von $18,7 Milliarden, ein Plus von 23 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum und ihr zweitbestes Quartal aller Zeiten. Der Gewinn pro Aktie (EPS) belief sich auf $17,01 und übertraf die Schätzungen deutlich, die Eigenkapitalrendite (ROE) erreichte 18,7 %. sec

Die Aktie schloss am Donnerstag bei $891, ein Minus von 1,5 %. Sie hat in den letzten drei Monaten 18,4 % verloren und notiert deutlich unter dem Höchststand von $1.154.

David Solomon gab auf der Ergebnispräsentation einen Hinweis. Erneute Spannungen im Nahen Osten und Energiedisruptionen hätten, so sagte er, "der Aussicht zusätzliche Komplexität hinzugefügt". bullfincher

(Übersetzung: Niemand weiß, wie lange dieser Deals-Boom noch anhält.)

Rekorde auf der gesamten Handelsfläche

Global Banking & Markets leistete den größten Beitrag:

  • Die Segmentumsätze stiegen um 32 % auf $13,46 Milliarden.
  • Die Beratungshonorare erreichten einen Rekordwert von $1,65 Milliarden, und Goldman behauptete mit $1,5 Billionen angekündigter Deals in diesem Jahr seine Spitzenposition im M&A-Ranking.
  • Die Umsätze aus dem Aktienhandel sprangen um 72 % und stellten nach dem Rekord-Q2 das zweitbeste Quartal dar.

Festverzinsliche Wertpapiere waren der Schwachpunkt und blieben mit $3,47 Milliarden unverändert.

Das Quartal schloss auch eine beschleunigte wohltätige Zuwendung ein, die den Gewinn pro Aktie schmälerte. Trotzdem übertraf der Umsatz den Konsens von etwa $16,8 Milliarden um etwa 11 %.

Der quartalsweise Gewinn pro Aktie zeigt, wie weit sich die Gewinnbasis verschoben hat…

The Goldman Sachs Group (GS): verwässerter Gewinn pro Aktie (EPS), vierteljährlich, $, Q3 2024–Q3 2026 (TIKR)

Q3 blieb hinter dem Q2-Rekord von $20,98 zurück, lag aber immer noch etwa 39 % über dem Vorjahresquartal.

Das Gebührengeschäft wächst weiter exponentiell

Die ruhigere Geschichte spielt sich in Asset & Wealth Management ab. Der Umsatz stieg um 14 % auf $5,05 Milliarden, und die verwalteten Vermögenswerte erreichten nach langfristigen Nettozuflüssen von $97 Milliarden einen Rekordwert von $4,1 Billionen – das 35. Quartal in Folge mit Nettozuflüssen. benzinga

Diese Gebühren sind wichtig, weil sie stabil bleiben, wenn der Handel abkühlt. Management- und sonstige Gebühren stiegen um 22 % auf $3,6 Milliarden und haben seit Jahresbeginn die $10-Milliarden-Marke überschritten.

Goldman kauft sich mehr von dieser Stabilität. Man hat sich auf den Erwerb des ETF-Anbieters Neos für $2,3 Milliarden geeinigt und bietet neben Evercore (EVR) Private-Equity-Kunden auch dauerhafte Kapitalfahrzeuge an.

Die Deals-Pipeline hilft ebenfalls. Goldman und Morgan Stanley (MS) sind aufgestellt, um einen möglichen Börsengang von Anthropic zu führen, ein Angebot, das das Unternehmen mit bis zu $2 Billionen bewerten könnte.

Der Handel macht die Schlagzeilen, doch diese Sparte ist es, die die Gewinne stabilisiert.

The Goldman Sachs Group (GS): Segmentumsatz, Asset & Wealth Management vs. Global Banking & Markets, $ Milliarden, Geschäftsjahre 2023–2025 (TIKR)

AWM trug etwa 27 % zum Q3-Umsatz bei – eine Absicherung, die Goldman in früheren Konjunkturzyklen nicht hatte.

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Günstigere Bewertung, bessere Bank

Der Markt zahlt für diesen Gewinnstrom weniger als im Sommer. Goldman notiert mit dem 12,4-fachen des erwarteten Gewinns und dem 2,39-fachen des Buchwerts. Morgan Stanley, mit einem größeren Wealth-Arm, notiert mit dem 13,8-fachen und dem 2,71-fachen.

Diese Lücke scheint angesichts der Renditen schwer zu rechtfertigen. Goldmans rückblickende Eigenkapitalrendite von 17,8 % ist stärker, und Analysten erwarten, dass sein Gewinn pro Aktie in den nächsten zwei Jahren um etwa 20 % pro Jahr wachsen wird, gegenüber 15,5 % bei Morgan Stanley.

Wie sehr hat sich das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) zusammengezogen?

The Goldman Sachs Group (GS): Forward-KGV (NTM) vs. Morgan Stanley, letzte 5 Jahre (TIKR)

Goldmans Abschlag gegenüber Morgan Stanley bleibt bestehen, obwohl seine Renditen höher ausfallen.

Die Risiken sind real. Handelsvolatilität ist ein zweischneidiges Schwert, und die Technologieausgaben bleiben hoch. Die Nachfolgeplanung ist eine weitere Variable, da der Vorstand darüber gesprochen hat, John Waldron zum CEO zu ernennen, während Solomon zum Executive Chairman wechseln würde, obwohl Goldman sagt, es gebe keinen festen Zeitplan.

Meine Einschätzung: Ich denke, der Verkaufstrend spiegelt eher Zyklusängste wider als irgendetwas, das Goldman falsch gemacht hat. Ein KGV von 12,4 für ein Unternehmen, das fast 19 % auf sein Eigenkapital verdient, bepreist bereits einen deutlichen Abschwung. Umsätze aus Aktienhandel und Beratung können schnell fallen, aber die Gebührenbasis ist jetzt groß genug, um den Schlag abzufedern, und das durchschnittliche Kursziel von $1.037 impliziert ein Aufwärtspotenzial von etwa 16 %.

Der Q4-Bericht Mitte Januar ist der nächste Kontrollpunkt. Er wird zeigen, ob der Rekord-Beratungsauftragsbestand in abgeschlossene Deals umgesetzt wird oder auf 2027 verschoben wird.

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