Oracle streicht 21.000 Stellen – der Technologieriese ersetzt 13 % seiner weltweiten Belegschaft durch KI

Aditya Raghunath4 Minuten gelesen
Rezensiert von: Thomas Richmond
Zuletzt aktualisiert Jun 28, 2026

Wichtige Kennzahlen zur Oracle-Aktie

  • Kursentwicklung der Oracle-Aktie im letzten Monat: -23 %
  • Aktienkurs von $ORCL am 26. Juni: 149 $
  • 52-Wochen-Hoch: 346 $
  • Kursziel für die $ORCL-Aktie: 253 $

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Was ist passiert?

Die Oracle-Aktie (ORCL) gab in den letzten fünf Tagen um etwa 18 % nach, nachdem das Unternehmen am Dienstag bekannt gegeben hatte, im vergangenen Jahr 21.000 Stellen abgebaut zu haben – fast 13 % seiner weltweiten Belegschaft. Die Nachricht kam inmitten eines allgemeinen Ausverkaufs im Technologiesektor, von dem große Namen der Branche betroffen waren.

  • Laut dem jährlichen Bericht an die Aufsichtsbehörde sank die Mitarbeiterzahl von Oracle bis Mai 2026 von 162.000 auf 141.000 Vollzeitbeschäftigte.
  • Das Unternehmen nannte den Grund ganz offen: KI. „Die Einführung und der Einsatz von KI-Technologien in unseren Geschäftsbereichen haben zu einem Personalabbau geführt und werden möglicherweise auch weiterhin dazu führen“, erklärte Oracle in der Meldung.
  • Die Umstrukturierung war nicht billig. Oracle gab 1,8 Milliarden US-Dollar für Abfindungen und Ausstiegskosten aus – ein starker Anstieg gegenüber den 374 Millionen US-Dollar, die im Vorjahr aufgewendet wurden.
  • Das Unternehmen räumte ein, dass die Stellenkürzungen disruptive Auswirkungen haben können, und wies auf Risiken wie den „Verlust wertvollen institutionellen Wissens“ sowie eine Beeinträchtigung der Mitarbeitermoral hin.

Die Oracle-Aktie ist seit Jahresbeginn mittlerweile um mehr als 10 % gefallen. Ein Teil dieses Drucks ist auf die aggressiven Investitionen des Unternehmens in die KI-Infrastruktur zurückzuführen.

Die Investitionsausgaben stiegen im letzten Geschäftsjahr um 162 % auf 55,7 Milliarden US-Dollar. Der freie Cashflow belief sich auf -23,7 Milliarden US-Dollar. Im Januar kündigte das Unternehmen Pläne an, 50 Milliarden US-Dollar an Fremd- und Eigenkapital aufzunehmen, um diesen Ausbau zu finanzieren – ein Schritt, der die Anleger verunsicherte.

Schätzungen zu Umsatz, EBIT und freiem Cashflow der ORCL-Aktie in Milliarden US-Dollar (TIKR)

Oracle ist kein Einzelfall. Meta entließ im Mai 8.000 Mitarbeiter. Microsoft bot 7 % seiner US-Belegschaft freiwillige Abfindungen an. Die Zahl der KI-bedingten Entlassungen in den USA überstieg im Jahr 2025 die Marke von 50.000, wobei auch Salesforce und IBM Stellen abbauten.

Trotz des Personalabbaus wächst das Geschäft von Oracle rasant.

  • Der Umsatz im vierten Quartal erreichte 19,2 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 21 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
  • Der Umsatz im Bereich Cloud-Infrastruktur stieg um 93 %.
  • Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen des Unternehmens – im Wesentlichen vertraglich vereinbarte zukünftige Umsätze – erreichten 638 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 363 % entspricht.
  • Für das Geschäftsjahr 2027 rechnet Oracle mit einem Umsatzwachstum von 34 % auf Basis konstanter Wechselkurse.

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Was uns der Markt über die Oracle-Aktie verrät

Die Oracle-Aktie steht zwischen zwei gegensätzlichen Narrativen.

  • Das Geschäft boomt tatsächlich – die Nachfrage nach KI füllt die Rechenzentren, und der Auftragsbestand explodiert.
  • Doch die Kosten zur Finanzierung dieses Wachstums sind enorm, und der Abbau von 21.000 Arbeitsplätzen signalisiert, dass das Unternehmen unter echtem Druck steht, seine Ausgaben im Griff zu behalten.
ORCL-Aktienbewertungsmodell (TIKR)

Anleger, die heute Oracle-Aktien kaufen, setzen darauf, dass sich die Investitionen in die KI-Infrastruktur langfristig auszahlen und den kurzfristigen Cash-Burn überwiegen. Das ist eine vernünftige Wette, aber keine schmerzfreie.

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  1. Umsatzwachstum
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  3. KGV zum Ausstieg

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