Wichtigste Erkenntnisse
- Die Aktien von Gold Fields fielen am Montag um etwa 12 %, nachdem das Unternehmen bestätigte, dass der Vorstand von Northern Star Resources sein Übernahmeangebot abgelehnt hat.
- Das Geschäft würde bis zu 10,4 Mrd. AUD in bar und 447 Millionen neue Gold Fields-Aktien kosten und den Northern Star-Aktionären etwa 33 % von Gold Fields übertragen.
- Gold Fields schätzt Synergieeffekte in Höhe von 4-5 Mrd. USD, bezeichnet diese Schätzungen jedoch als vorläufig und gibt an, dass sie ohne Due Diligence erstellt wurden.
- Die nächste Frage ist, ob Gold Fields sein Angebot erhöht, da die Prämie gegenüber dem Schlusskurs von Northern Star am Freitag nur 14 % beträgt.
Gold Fields (GFI) verlor am Montag etwa 12 %, nachdem es bestätigte, dass es versucht hatte, den Konkurrenten Northern Star Resources (NST) zu kaufen – und eine Abfuhr erhielt.
In einer Mitteilung vor Börsenbeginn machte CEO Mike Fraser das Angebot: "Wir sehen diese Kombination als eine stärkere Plattform, die schneller Wert schaffen kann."
Die Reaktion der Anleger? Den Käufer verkaufen.
Was genau ist passiert?
Gold Fields gibt an, das Angebot am 13. September nach sechsmonatigen Gesprächen "mit begrenztem Engagement" vertraulich übermittelt zu haben. Laut Gold Fields antwortete der Vorstand von Northern Star am 24. September, dass "es derzeit nicht angemessen sei, weitere Gespräche zu führen."
Die Bedingungen:
- 0,3125 Gold Fields-Aktien plus 7,25 AUD in bar pro Northern Star-Aktie, was einem impliziten Preis von 27,00 AUD pro Aktie entspricht
- Bis zu 10,4 Mrd. AUD in bar und bis zu 447 Millionen neue Gold Fields-Aktien
- Northern Star-Aktionäre würden etwa 33 % von Gold Fields besitzen
- Eine Prämie von 14 % gegenüber dem Schlusskurs von Northern Star am Freitag
Der Preis
Hier ist der Punkt: Wenn ein Unternehmen mit Aktien zahlt, besitzen seine aktuellen Aktionäre am Ende einen kleineren Anteil an einem größeren Unternehmen. Bei diesem Deal würde ein Drittel von Gold Fields an die Northern Star-Aktionäre gehen, zusätzlich zum Bargeld.
Die Antwort von Gold Fields sind geschätzte Synergieeffekte von 4-5 Mrd. USD aus der Zusammenlegung benachbarter Betriebe. (Zusammen würden die beiden Unternehmen acht der 20 größten Goldminen Australiens besitzen, alle innerhalb von etwa 280 km voneinander entfernt.) Gold Fields plant außerdem nach Abschluss des Deals mindestens 4,0 Mrd. USD aus dem Verkauf von Vermögenswerten.
Gold Fields selbst bezeichnet diese Synergieschätzungen als "nur vorläufig", erstellt "ohne Due Diligence", aber ich sehe keinen Grund, warum diese nicht in der richtigen Größenordnung liegen sollten.
Was kommt als Nächstes?
Fraser sagt, Gold Fields bleibe "offen für konstruktiven Dialog", werde aber "diszipliniert und umsichtig bleiben". Das lässt drei Optionen: Das Angebot erhöhen, feindlich übernehmen und das Angebot direkt an die Aktionäre von Northern Star richten oder sich zurückziehen.
Das Argument für eine Erhöhung: Das Angebot liegt nur 14 % über dem Schlusskurs vom Freitag, und der aktivistische Fonds Elliott drängt bereits auf Wertsteigerung bei Northern Star. (Die Aktien von Northern Star sprangen am Tag, an dem Elliott seine Präsentation im Juni veröffentlichte, um 14 %.)
Der Haken ist, dass die bis zu 10,4 Mrd. AUD in bar irgendwoher kommen müssen. Gold Fields sagt, die Verkäufe von Vermögenswerten würden "bei der Entschuldung helfen", und das Unternehmen strebt nach dem Deal eine Nettoverschuldung von unter 1,0x EBITDA an. Das Management hat in den letzten Quartalen durchaus Fortschritte bei der Entschuldung gemacht (übrigens in USD):

…daher hoffe ich natürlich, dass dies unabhängig vom Ausgang dieser Verhandlungen so weitergeht.
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