Bundeshandelskommission verklagt Amazon wegen angeblicher Manipulation von Werbepreisen

Aditya Raghunath4 Minuten gelesen
Rezensiert von: David Hanson
Zuletzt aktualisiert Sep 1, 2026

@AndreyPopov from Getty Images via Canva, @VichienPetchmai from Getty Images via Canva

Wichtige Kennzahlen für Amazon Aktien

  • Kursänderung der Amazon-Aktie in den letzten 6 Monaten: 25%
  • $AMZN Aktienkurs zum 31. August: $260
  • 52-Wochen-Hoch: $287
  • $AMZN Kursziel: $328

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Was ist passiert?

Amazon (AMZN) steht erneut unter rechtlicher Beobachtung, nachdem die Federal Trade Commission das Unternehmen am Montag verklagt hat und behauptet, es habe Werbetreibende auf seiner Plattform "heimlich und systematisch übervorteilt".

Die Klage, die beim US-Bezirksgericht für den Western District of Washington eingereicht wurde, behauptet, Amazon habe seit 2019 durch versteckte Zuschläge möglicherweise mehr als 20 Milliarden Dollar von Werbetreibenden eingenommen.

Laut der Klageschrift nutzte Amazon früher ein "Second-Price"-Auktionssystem und teilte Werbetreibenden mit, sie würden nur das Mindestgebot zahlen, das zum Gewinn erforderlich sei.

Die FTC wirft Amazon vor, diese Regeln 2019 stillschweigend geändert zu haben, indem es einen nicht offengelegten "Soft Reserve Price" (weichen Mindestpreis) einführte, der die Werbekosten erhöhte, ohne die Werbetreibenden zu informieren.

Die Behörde zitiert sogar interne Kommunikationen, in denen ein Unternehmensmanager angeblich darauf verwiesen habe, einen "erfundenen Auktionsteilnehmer" zu nutzen, um die Preise zu erhöhen.

FTC-Vorsitzender Andrew Ferguson sagte, Millionen von Werbetreibenden seien dazu verleitet worden, mehr zu zahlen, und dass "diese höheren Kosten größtenteils an die amerikanischen Verbraucher weitergegeben wurden."

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Amazon wehrte sich entschieden.

In einem Blogbeitrag bezeichnete das Unternehmen die Klage als "irreführend" und sagte, sie missverstehe, wie Werbetreibende tatsächlich arbeiten.

Amazon sagte auch, seine Auktionssysteme hätten Werbetreibenden zwischen 2021 und 2025 entgegen den Behauptungen der FTC 8 Milliarden Dollar gespart. Das Unternehmen kündigte an, den Fall vor Gericht bekämpfen zu wollen.

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Was der Markt uns über die Amazon-Aktie sagt

Diese Klage kommt zu einem heiklen Zeitpunkt für Amazons Werbegeschäft, das zu einem wichtigen Wachstumsmotor geworden ist.

Im Q2 erzielte Amazon Ads einen Umsatz von 19,8 Milliarden Dollar, ein Plus von 26% im Jahresvergleich, wobei gesponserte Produktanzeigen einen Großteil dieses Wachstums antrieben.

Für das Gesamtjahr 2025 erzielte Amazons Werbegeschäft mehr als 68 Milliarden Dollar und ist damit der drittgrößte digitale Werbeanbieter weltweit, hinter Google und Meta.

Drittanbieter-Verkäufer haben sich bereits lautstark über steigende Werbekosten auf der Plattform geäußert. Jüngste Richtlinienänderungen führten dazu, dass einige Top-Händler ihre Werbeausgaben ganz boykottierten, daher schürt diese Klage die Besorgnis, die unter Amazons Verkäuferbasis bereits vorhanden war.

Dies ist nicht Amazons erste Auseinandersetzung mit der FTC.

Im vergangenen September einigte sich das Unternehmen auf eine Vergleichszahlung von 2,5 Milliarden Dollar im Rahmen einer separaten Untersuchung seines Prime-Mitgliedschaftsprogramms.

Amazon steht auch im nächsten Jahr vor Gericht in einem breiteren Kartellverfahren, das von der FTC und 17 Bundesstaaten angestrengt wurde und dem Unternehmen vorwirft, Monopolmacht zu nutzen, um Preise in die Höhe zu treiben und Drittanbieter-Verkäufer zu schädigen.

Amazon hat auch in diesem Fall jegliches Fehlverhalten bestritten.

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Für Anleger, die die Amazon-Aktie beobachten, war das Werbegeschäft neben AWS ein wichtiger Profitabilitätsmotor, daher hat jede Störung in diesem Segment echtes Gewicht.

Ob diese Klage die Herangehensweise von Werbetreibenden an Amazons Plattform verändert oder einfach zu einem weiteren langwierigen Rechtsstreit wird, wird die Stimmung rund um die Amazon-Aktie in den kommenden Monaten, während der Fall durch die Gerichte geht, wahrscheinlich prägen.

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